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Kerstin Dieker, Leiterin der Overbergschule Vechta

Foto: Kerstin Dieker © Kerstin Dieker

An der Overbergschule in Vechta kennen alle Kinder ihre Rechte. Die Grundschule hat ein mehrjähriges Programm durchlaufen, um sich als Kinderrechteschule der UNICEF zertifizieren zu lassen. Kinderrechte und Partizipation sind seitdem fest im Schulleben verankert und legen den Grundstein für die Demokratiebildung.


Was macht Ihre Schule als Kinderrechteschule anders als vorher?

Kerstin Dieker: Es hat sich bei uns spürbar verändert, wie ernst wir die Kinder mit ihren eigenen Meinungen nehmen. Wir haben außerdem demokratische Grundprozesse initiiert und vertieft. Zum Beispiel gab es auch vorher schon einen Klassenrat. Aber alle haben ihn auf ihre eigene Art durchgeführt. Heute hat der Klassenrat eine feste Struktur. Mit zunehmendem Alter wirken die Kinder immer stärker mit, ab Klasse drei führen sie ihn selbstständig durch. Ideen aus dem Klassenrat werden an die Schülervertretung weitergetragen, die dann Beschlüsse fassen kann und sich mit mir oder den entsprechenden Gremien verständigt.
Das Ziel dabei ist, dass die Kinder sich als selbstwirksam erfahren und aktiv das Schulleben mitgestalten. Manchmal dauern diese demokratischen Prozesse lange und die Lehrkräfte werden unruhig, weil sie mit dem Unterrichtsstoff weitermachen möchten. Aber wir haben als Schule auch erkannt, dass nicht nur Faktenwissen wichtig ist, sondern auch überfachliche Qualitäten wie etwa demokratische Grundprinzipien. Das hat sich deutlich verändert: Die Kinder kennen ihre Rechte und fordern sie ein.

Wie ist Ihre Schule Kinderrechteschule geworden?

Ich hatte einen Aufruf dazu im Schulverwaltungsblatt gelesen und habe mich mit der Overbergschule gleich angesprochen gefühlt, weil unser Leitbild schon viele Aspekte der Kinderrechte abdeckte. Also habe ich das mit allen Gremien besprochen, wir haben uns beworben und wenig später die Zusage bekommen. Der eigentliche Weg zur Zertifizierung ist ein siebenstufiges Training mit theoretischen und praktischen Anteilen. Das Ganze startete mit einem Pädagogischen Tag, an dem wir mit einer von UNICEF ausgebildeten Trainerin die Grundlagen geschaffen haben: uns als Team einstimmen, das Thema Rechte näher beleuchten.
Danach folgten verschiedene E-Learning-Bausteine, die alle Kolleginnen und Kollegen bearbeitet haben. Jeder davon dauerte etwa 1,5 Stunden. In Dienstbesprechungen und auf Konferenzen haben wir oft Themen aus den E-Learnings aufgegriffen. Zum Beispiel geht es auf einer der sieben Stufen um Vielfalt und Nichtdiskriminierung. Dazu haben wir dann eine Gesamtkonferenz mit Elternbeteiligung abgehalten. Wir sind darüber ins Gespräch gekommen, wie wir zu einem guten Umgang damit kommen und wo wir unsere eigene Haltung stärker hinterfragen müssen. Das ist nicht so leicht, weil wir alle ja seit Jahren durch Persönlichkeit, Ausbildung und Erfahrung geprägt sind. Aber durch den Anstoß in dem Kinderrechteprojekt haben wir uns in unserer Profession noch einmal deutlich verändert.

Demokratiebildung ist aktuell ein großes Thema für viele Schulen. Welchen Rat können Sie als Kinderrechteschule geben, um Demokratiebildung stärker zu verankern?

Menschen werden nicht demokratisch geboren, man muss Demokratie lernen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns in der Schule damit beschäftigen. Wir müssen zum Beispiel Vorurteile, Konfliktfähigkeit, kulturelle und ethische Vielfalt zum Thema machen und Grundwerte vermitteln. Deshalb ist Aufklärung über die Rechte der Kinder und über demokratische Grundprinzipien der erste Schritt. Das kann man didaktisch reduziert schon in Grundschule sehr gut machen.
Außerdem finde ich es wichtig, dass man eine Lernumgebung schafft, in der die Kinder wirklich mitbestimmen können. Wenn es zum Beispiel darum geht, als Klasse über einen bestimmten Zeitraum konzentriert zu arbeiten, dann können die Kinder Belobigungssternchen sammeln und am Schluss demokratisch entscheiden, was für eine gemeinsame Aktion sie dafür durchführen. Partizipation muss man zulassen, das kann man gut gemeinsam als Schule und Kollegium lernen. Wenn uns das gelingt und wir zudem mit den Kindern ins Gespräch darüber kommen, wie es ihnen geht und was sie brauchen, dann sind wir ein ganzes Stück weiter in partizipativen und demokratischen Grundprinzipien.

Mehr lesen:


Der Kinderrechtebaum ist zentral im Schulgebäude aufgehängt.
Foto: Kinderrechtebaum © Kerstin Dieker

Kerstin Dieker, Leiterin der Overbergschule Vechta

Foto: Kerstin Dieker © Kerstin Dieker
An der Overbergschule in Vechta kennen alle Kinder ihre Rechte. Die Grundschule hat ein mehrjähriges Programm durchlaufen, um sich als Kinderrechteschule der UNICEF zertifizieren zu lassen. Kinderrechte und Partizipation sind seitdem fest im Schulleben verankert und legen den Grundstein für die Demokratiebildung.

Was macht Ihre Schule als Kinderrechteschule anders als vorher?
Kerstin Dieker: Es hat sich bei uns spürbar verändert, wie ernst wir die Kinder mit ihren eigenen Meinungen nehmen. Wir haben außerdem demokratische Grundprozesse initiiert und vertieft. Zum Beispiel gab es auch vorher schon einen Klassenrat. Aber alle haben ihn auf ihre eigene Art durchgeführt. Heute hat der Klassenrat eine feste Struktur. Mit zunehmendem Alter wirken die Kinder immer stärker mit, ab Klasse drei führen sie ihn selbstständig durch. Ideen aus dem Klassenrat werden an die Schülervertretung weitergetragen, die dann Beschlüsse fassen kann und sich mit mir oder den entsprechenden Gremien verständigt. Das Ziel dabei ist, dass die Kinder sich als selbstwirksam erfahren und aktiv das Schulleben mitgestalten. Manchmal dauern diese demokratischen Prozesse lange und die Lehrkräfte werden unruhig, weil sie mit dem Unterrichtsstoff weitermachen möchten. Aber wir haben als Schule auch erkannt, dass nicht nur Faktenwissen wichtig ist, sondern auch überfachliche Qualitäten wie etwa demokratische Grundprinzipien. Das hat sich deutlich verändert: Die Kinder kennen ihre Rechte und fordern sie ein.
Kinderrechtebaum
Foto: Kinderrechtebaum © Kerstin Dieker Anklicken zum Vergrößern
Wie ist Ihre Schule Kinderrechteschule geworden?

Ich hatte einen Aufruf dazu im Schulverwaltungsblatt gelesen und habe mich mit der Overbergschule gleich angesprochen gefühlt, weil unser Leitbild schon viele Aspekte der Kinderrechte abdeckte. Also habe ich das mit allen Gremien besprochen, wir haben uns beworben und wenig später die Zusage bekommen. Der eigentliche Weg zur Zertifizierung ist ein siebenstufiges Training mit theoretischen und praktischen Anteilen. Das Ganze startete mit einem Pädagogischen Tag, an dem wir mit einer von UNICEF ausgebildeten Trainerin die Grundlagen geschaffen haben: uns als Team einstimmen, das Thema Rechte näher beleuchten. Danach folgten verschiedene E-Learning-Bausteine, die alle Kolleginnen und Kollegen bearbeitet haben. Jeder davon dauerte etwa 1,5 Stunden. In Dienstbesprechungen und auf Konferenzen haben wir oft Themen aus den E-Learnings aufgegriffen. Zum Beispiel geht es auf einer der sieben Stufen um Vielfalt und Nichtdiskriminierung. Dazu haben wir dann eine Gesamtkonferenz mit Elternbeteiligung abgehalten. Wir sind darüber ins Gespräch gekommen, wie wir zu einem guten Umgang damit kommen und wo wir unsere eigene Haltung stärker hinterfragen müssen. Das ist nicht so leicht, weil wir alle ja seit Jahren durch Persönlichkeit, Ausbildung und Erfahrung geprägt sind. Aber durch den Anstoß in dem Kinderrechteprojekt haben wir uns in unserer Profession noch einmal deutlich verändert.

Demokratiebildung ist aktuell ein großes Thema für viele Schulen. Welchen Rat können Sie als Rektorin einer Kinderrechteschule geben, um Demokratiebildung stärker zu verankern?
Menschen werden nicht demokratisch geboren, man muss Demokratie lernen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns in der Schule damit beschäftigen. Wir müssen zum Beispiel Vorurteile, Konfliktfähigkeit, kulturelle und ethische Vielfalt zum Thema machen und Grundwerte vermitteln. Deshalb ist Aufklärung über die Rechte der Kinder und über demokratische Grundprinzipien der erste Schritt. Das kann man didaktisch reduziert schon in Grundschule sehr gut machen. Außerdem finde ich es wichtig, dass man eine Lernumgebung schafft, in der die Kinder wirklich mitbestimmen können. Wenn es zum Beispiel darum geht, als Klasse über einen bestimmten Zeitraum konzentriert zu arbeiten, dann können die Kinder Belobigungssternchen sammeln und am Schluss demokratisch entscheiden, was für eine gemeinsame Aktion sie dafür durchführen. Partizipation muss man zulassen, das kann man gut gemeinsam als Schule und Kollegium lernen. Wenn uns das gelingt und wir zudem mit den Kindern ins Gespräch darüber kommen, wie es ihnen geht und was sie brauchen, dann sind wir ein ganzes Stück weiter in partizipativen und demokratischen Grundprinzipien.
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Kerstin Dieker, Leiterin der Overbergschule Vechta

Foto: Kerstin Dieker © Kerstin Dieker

An der Overbergschule in Vechta kennen alle Kinder ihre Rechte. Die Grundschule hat ein mehrjähriges Programm durchlaufen, um sich als Kinderrechteschule der UNICEF zertifizieren zu lassen. Kinderrechte und Partizipation sind seitdem fest im Schulleben verankert und legen den Grundstein für die Demokratiebildung.


Was macht Ihre Schule als Kinderrechteschule anders als vorher?

Kerstin Dieker: Es hat sich bei uns spürbar verändert, wie ernst wir die Kinder mit ihren eigenen Meinungen nehmen. Wir haben außerdem demokratische Grundprozesse initiiert und vertieft. Zum Beispiel gab es auch vorher schon einen Klassenrat. Aber alle haben ihn auf ihre eigene Art durchgeführt. Heute hat der Klassenrat eine feste Struktur. Mit zunehmendem Alter wirken die Kinder immer stärker mit, ab Klasse drei führen sie ihn selbstständig durch. Ideen aus dem Klassenrat werden an die Schülervertretung weitergetragen, die dann Beschlüsse fassen kann und sich mit mir oder den entsprechenden Gremien verständigt.
Das Ziel dabei ist, dass die Kinder sich als selbstwirksam erfahren und aktiv das Schulleben mitgestalten. Manchmal dauern diese demokratischen Prozesse lange und die Lehrkräfte werden unruhig, weil sie mit dem Unterrichtsstoff weitermachen möchten. Aber wir haben als Schule auch erkannt, dass nicht nur Faktenwissen wichtig ist, sondern auch überfachliche Qualitäten wie etwa demokratische Grundprinzipien. Das hat sich deutlich verändert: Die Kinder kennen ihre Rechte und fordern sie ein.

Wie ist Ihre Schule Kinderrechteschule geworden?

Ich hatte einen Aufruf dazu im Schulverwaltungsblatt gelesen und habe mich mit der Overbergschule gleich angesprochen gefühlt, weil unser Leitbild schon viele Aspekte der Kinderrechte abdeckte. Also habe ich das mit allen Gremien besprochen, wir haben uns beworben und wenig später die Zusage bekommen. Der eigentliche Weg zur Zertifizierung ist ein siebenstufiges Training mit theoretischen und praktischen Anteilen. Das Ganze startete mit einem Pädagogischen Tag, an dem wir mit einer von UNICEF ausgebildeten Trainerin die Grundlagen geschaffen haben: uns als Team einstimmen, das Thema Rechte näher beleuchten.
Danach folgten verschiedene E-Learning-Bausteine, die alle Kolleginnen und Kollegen bearbeitet haben. Jeder davon dauerte etwa 1,5 Stunden. In Dienstbesprechungen und auf Konferenzen haben wir oft Themen aus den E-Learnings aufgegriffen. Zum Beispiel geht es auf einer der sieben Stufen um Vielfalt und Nichtdiskriminierung. Dazu haben wir dann eine Gesamtkonferenz mit Elternbeteiligung abgehalten. Wir sind darüber ins Gespräch gekommen, wie wir zu einem guten Umgang damit kommen und wo wir unsere eigene Haltung stärker hinterfragen müssen. Das ist nicht so leicht, weil wir alle ja seit Jahren durch Persönlichkeit, Ausbildung und Erfahrung geprägt sind. Aber durch den Anstoß in dem Kinderrechteprojekt haben wir uns in unserer Profession noch einmal deutlich verändert.

Demokratiebildung ist aktuell ein großes Thema für viele Schulen. Welchen Rat können Sie als Kinderrechteschule geben, um Demokratiebildung stärker zu verankern?

Menschen werden nicht demokratisch geboren, man muss Demokratie lernen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns in der Schule damit beschäftigen. Wir müssen zum Beispiel Vorurteile, Konfliktfähigkeit, kulturelle und ethische Vielfalt zum Thema machen und Grundwerte vermitteln. Deshalb ist Aufklärung über die Rechte der Kinder und über demokratische Grundprinzipien der erste Schritt. Das kann man didaktisch reduziert schon in Grundschule sehr gut machen.
Außerdem finde ich es wichtig, dass man eine Lernumgebung schafft, in der die Kinder wirklich mitbestimmen können. Wenn es zum Beispiel darum geht, als Klasse über einen bestimmten Zeitraum konzentriert zu arbeiten, dann können die Kinder Belobigungssternchen sammeln und am Schluss demokratisch entscheiden, was für eine gemeinsame Aktion sie dafür durchführen. Partizipation muss man zulassen, das kann man gut gemeinsam als Schule und Kollegium lernen. Wenn uns das gelingt und wir zudem mit den Kindern ins Gespräch darüber kommen, wie es ihnen geht und was sie brauchen, dann sind wir ein ganzes Stück weiter in partizipativen und demokratischen Grundprinzipien.

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Der Kinderrechtebaum ist zentral im Schulgebäude aufgehängt.
Foto: Kinderrechtebaum © Kerstin Dieker

Kerstin Dieker, Leiterin der Overbergschule Vechta

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An der Overbergschule in Vechta kennen alle Kinder ihre Rechte. Die Grundschule hat ein mehrjähriges Programm durchlaufen, um sich als Kinderrechteschule der UNICEF zertifizieren zu lassen. Kinderrechte und Partizipation sind seitdem fest im Schulleben verankert und legen den Grundstein für die Demokratiebildung.

Was macht Ihre Schule als Kinderrechteschule anders als vorher?
Kerstin Dieker: Es hat sich bei uns spürbar verändert, wie ernst wir die Kinder mit ihren eigenen Meinungen nehmen. Wir haben außerdem demokratische Grundprozesse initiiert und vertieft. Zum Beispiel gab es auch vorher schon einen Klassenrat. Aber alle haben ihn auf ihre eigene Art durchgeführt. Heute hat der Klassenrat eine feste Struktur. Mit zunehmendem Alter wirken die Kinder immer stärker mit, ab Klasse drei führen sie ihn selbstständig durch. Ideen aus dem Klassenrat werden an die Schülervertretung weitergetragen, die dann Beschlüsse fassen kann und sich mit mir oder den entsprechenden Gremien verständigt. Das Ziel dabei ist, dass die Kinder sich als selbstwirksam erfahren und aktiv das Schulleben mitgestalten. Manchmal dauern diese demokratischen Prozesse lange und die Lehrkräfte werden unruhig, weil sie mit dem Unterrichtsstoff weitermachen möchten. Aber wir haben als Schule auch erkannt, dass nicht nur Faktenwissen wichtig ist, sondern auch überfachliche Qualitäten wie etwa demokratische Grundprinzipien. Das hat sich deutlich verändert: Die Kinder kennen ihre Rechte und fordern sie ein.
Kinderrechtebaum
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Wie ist Ihre Schule Kinderrechteschule geworden?

Ich hatte einen Aufruf dazu im Schulverwaltungsblatt gelesen und habe mich mit der Overbergschule gleich angesprochen gefühlt, weil unser Leitbild schon viele Aspekte der Kinderrechte abdeckte. Also habe ich das mit allen Gremien besprochen, wir haben uns beworben und wenig später die Zusage bekommen. Der eigentliche Weg zur Zertifizierung ist ein siebenstufiges Training mit theoretischen und praktischen Anteilen. Das Ganze startete mit einem Pädagogischen Tag, an dem wir mit einer von UNICEF ausgebildeten Trainerin die Grundlagen geschaffen haben: uns als Team einstimmen, das Thema Rechte näher beleuchten. Danach folgten verschiedene E-Learning-Bausteine, die alle Kolleginnen und Kollegen bearbeitet haben. Jeder davon dauerte etwa 1,5 Stunden. In Dienstbesprechungen und auf Konferenzen haben wir oft Themen aus den E-Learnings aufgegriffen. Zum Beispiel geht es auf einer der sieben Stufen um Vielfalt und Nichtdiskriminierung. Dazu haben wir dann eine Gesamtkonferenz mit Elternbeteiligung abgehalten. Wir sind darüber ins Gespräch gekommen, wie wir zu einem guten Umgang damit kommen und wo wir unsere eigene Haltung stärker hinterfragen müssen. Das ist nicht so leicht, weil wir alle ja seit Jahren durch Persönlichkeit, Ausbildung und Erfahrung geprägt sind. Aber durch den Anstoß in dem Kinderrechteprojekt haben wir uns in unserer Profession noch einmal deutlich verändert.

Demokratiebildung ist aktuell ein großes Thema für viele Schulen. Welchen Rat können Sie als Rektorin einer Kinderrechteschule geben, um Demokratiebildung stärker zu verankern?
Menschen werden nicht demokratisch geboren, man muss Demokratie lernen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns in der Schule damit beschäftigen. Wir müssen zum Beispiel Vorurteile, Konfliktfähigkeit, kulturelle und ethische Vielfalt zum Thema machen und Grundwerte vermitteln. Deshalb ist Aufklärung über die Rechte der Kinder und über demokratische Grundprinzipien der erste Schritt. Das kann man didaktisch reduziert schon in Grundschule sehr gut machen. Außerdem finde ich es wichtig, dass man eine Lernumgebung schafft, in der die Kinder wirklich mitbestimmen können. Wenn es zum Beispiel darum geht, als Klasse über einen bestimmten Zeitraum konzentriert zu arbeiten, dann können die Kinder Belobigungssternchen sammeln und am Schluss demokratisch entscheiden, was für eine gemeinsame Aktion sie dafür durchführen. Partizipation muss man zulassen, das kann man gut gemeinsam als Schule und Kollegium lernen. Wenn uns das gelingt und wir zudem mit den Kindern ins Gespräch darüber kommen, wie es ihnen geht und was sie brauchen, dann sind wir ein ganzes Stück weiter in partizipativen und demokratischen Grundprinzipien.
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