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Fiete.ai: ein KI-Tool von Lehrkräften (nicht nur) für Lehrkräfte

Foto: Hendrik Haverkamp © Susanne Spanke

Durch KI-Feedback Lehrkräfte entlasten und Jugendliche motivieren: Mit dieser Vision hat Fiete.ai nicht nur den Start-up Award auf der diesjährigen Didacta gewonnen, sondern auch mit Sachsen-Anhalt eine erste Landeskooperation abgeschlossen. Co-Gründer Hendrik Haverkamp erklärt, wie die Idee zum KI-Tool entstanden ist und was „Fiete“ so besonders macht.


„Gutes Feedback gehört zu den Top-Drei-Faktoren für den schulischen Bildungserfolg, ist aber auch unglaublich aufwendig“, erklärt Hendrik Haverkamp. „Unser Tool macht es jetzt möglich, dass Lehrkräfte allen Schülerinnen und Schülern ein sehr individuelles, passgenaues Feedback zur Verfügung stellen und gleichzeitig entlastet werden.“ Bereits seit einigen Jahren setzt sich Haverkamp in seiner Funktion als Koordinator für Digitalität am Evangelisch Stiftischen Gymnasium Gütersloh mit Künstlicher Intelligenz auseinander. „In den letzten Jahren erleben wir eine rasante Entwicklung von KI. Die neuen Sprachmodelle sind so leistungsstark, dass man sie super für Textbewertungen einsetzen kann“, so Haverkamp. Im Frühjahr 2023 startete er in Zusammenarbeit mit Tool-Programmierer Malte Hecht die Entwicklung eines KI-Tools, das auf Basis von ChatGPT lernförderliches Feedback gibt.

Sachsen-Anhalt setzt als erstes Bundesland auf Fiete.ai

Schon kurz nach der Entwicklung des Prototyps schloss das Team eine erste Kooperation mit Sachsen-Anhalt ab. Seit dem zweiten Schulhalbjahr 2023/2024 nehmen ausgewählte Schulen an der Pilotphase teil. „Mit einer gemeinsamen Schullizenz können Lehrkräfte sich die Aufgaben gegenseitig zukünftig zugänglich machen, tauschen, überarbeiten und dem individuellen Lernstand der eigenen Klasse anpassen“, berichtet Haverkamp. Aber auch schon jetzt nutzen bundesweit über 15.000 Lehrkräfte das Tool.

Die Funktionsweise ist simpel: Die Lehrkraft erstellt mit Fiete.ai eine Aufgabe, gibt im System eine Textgrundlage und Feedback-Kriterien an. Das KI-Tool generiert daraufhin einen QR-Code, über den die Schülerinnen und Schüler ihre Texte eingeben und innerhalb weniger Sekunden Feedback erhalten. „Besonders gut an Fiete.ai ist, dass es nicht nur ein individuelles Feedback für Schülerinnen und Schüler ermöglicht, sondern auch das Lernen sichtbar macht. So ist für Lehrkräfte viel einfacher zu erkennen, wo noch Lernlücken bestehen“, so Haverkamp.

Mehr Chancengerechtigkeit durch Feedback für alle

„Fiete“ unterstützt auch bei den Hausaufgaben und fördert so Chancengleichheit, indem es Kinder, die zu Hause weniger Unterstützung erhalten, enger begleitet. Zudem sehen Lehrkräfte schon am Vorabend, wer die Aufgaben erledigt hat und welche Schwierigkeiten aufgetreten sind. In der nächsten Unterrichtsstunde können diese dann direkt besprochen werden. Ein weiterer Vorteil ist für Haverkamp, dass auch psychisch belastete oder sehr introvertierte Schülerinnen und Schüler, die ihre Texte nur selten vorlesen würden, ein persönliches Feedback erhalten.

Auch für den Mathematikunterricht geeignet

Neben Deutsch und Englisch beherrscht „Fiete“ noch sechs weitere Sprachen. „Wir haben das Tool extra so konzipiert, dass es für möglichst viele Fächer attraktiv ist. Nach und nach wollen wir weitere Sprachen hinzufügen, sodass wir möglichst allen Schülerinnen und Schülern im Fremdsprachenunterricht und auch in ihrer Muttersprache Feedback anbieten können“, erklärt Haverkamp. Dabei ist der Einsatz nicht auf den Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht beschränkt: Erfahrungsberichte zeigen, dass Lehrkräfte das Tool zum Beispiel auch für Feedback zu mathematischen Argumentationen einsetzen. Auch an den Datenschutz hat das Entwicklerteam gedacht: Für die Nutzung des KI-Tools müssen sich lediglich die Lehrkräfte mit einer E-Mail-Adresse einen eigenen Account anlegen. Personenbezogene Daten von Schülerinnen und Schülern werden nicht gespeichert. Allein die Handschrifterkennung ist unter Datenschützern teilweise umstritten.

Ein Tool von Lehrkräften für Lehrkräfte

In Zukunft möchte Haverkamp den Einsatz und die Funktionen von „Fiete“ ausweiten. Dabei ist ihm das Feedback der Lehrkräfte besonders wichtig. „Fiete.ai ist ja ein Tool von Lehrkräften für Lehrkräfte. Deshalb haben wir von Anfang an auch eine Community aufgebaut, die sich gemeinsam zu Verbesserungen des Tools, nützlichen Features und Erfahrungen aus dem praktischen Gebrauch austauscht“, betont er. Viele Lehrkräfte wünschen sich, dass es noch einfacher wird, Fiete.ai in den Unterricht zu integrieren. „Dafür wäre es denkbar, dass Aufgaben für unser Tool auch in Schulbücher aufgenommen werden. Zudem versuchen wir, Fiete.ai noch interaktiver zu gestalten, sodass die Schülerinnen und Schüler auch konkrete Rückfragen an das Tool stellen können“, erklärt Haverkamp.

Mehr Informationen zu Fiete.ai: https://www.fiete.ai/

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Fiete.ai: ein KI-Tool von Lehrkräften (nicht nur) für Lehrkräfte

Foto: Hendrik Haverkamp © Susanne Spanke

Durch KI-Feedback Lehrkräfte entlasten und Jugendliche motivieren: Mit dieser Vision hat Fiete.ai nicht nur den Start-up Award auf der diesjährigen Didacta gewonnen, sondern auch mit Sachsen-Anhalt eine erste Landeskooperation abgeschlossen. Co-Gründer Hendrik Haverkamp erklärt, wie die Idee zum KI-Tool entstanden ist und was „Fiete“ so besonders macht.


„Gutes Feedback gehört zu den Top-Drei-Faktoren für den schulischen Bildungserfolg, ist aber auch unglaublich aufwendig“, erklärt Hendrik Haverkamp. „Unser Tool macht es jetzt möglich, dass Lehrkräfte allen Schülerinnen und Schülern ein sehr individuelles, passgenaues Feedback zur Verfügung stellen und gleichzeitig entlastet werden.“ Bereits seit einigen Jahren setzt sich Haverkamp in seiner Funktion als Koordinator für Digitalität am Evangelisch Stiftischen Gymnasium Gütersloh mit Künstlicher Intelligenz auseinander. „In den letzten Jahren erleben wir eine rasante Entwicklung von KI. Die neuen Sprachmodelle sind so leistungsstark, dass man sie super für Textbewertungen einsetzen kann“, so Haverkamp. Im Frühjahr 2023 startete er in Zusammenarbeit mit Tool-Programmierer Malte Hecht die Entwicklung eines KI-Tools, das auf Basis von ChatGPT lernförderliches Feedback gibt.

Sachsen-Anhalt setzt als erstes Bundesland auf Fiete.ai

Schon kurz nach der Entwicklung des Prototyps schloss das Team eine erste Kooperation mit Sachsen-Anhalt ab. Seit dem zweiten Schulhalbjahr 2023/2024 nehmen ausgewählte Schulen an der Pilotphase teil. „Mit einer gemeinsamen Schullizenz können Lehrkräfte sich die Aufgaben gegenseitig zukünftig zugänglich machen, tauschen, überarbeiten und dem individuellen Lernstand der eigenen Klasse anpassen“, berichtet Haverkamp. Aber auch schon jetzt nutzen bundesweit über 15.000 Lehrkräfte das Tool.

Die Funktionsweise ist simpel: Die Lehrkraft erstellt mit Fiete.ai eine Aufgabe, gibt im System eine Textgrundlage und Feedback-Kriterien an. Das KI-Tool generiert daraufhin einen QR-Code, über den die Schülerinnen und Schüler ihre Texte eingeben und innerhalb weniger Sekunden Feedback erhalten. „Besonders gut an Fiete.ai ist, dass es nicht nur ein individuelles Feedback für Schülerinnen und Schüler ermöglicht, sondern auch das Lernen sichtbar macht. So ist für Lehrkräfte viel einfacher zu erkennen, wo noch Lernlücken bestehen“, so Haverkamp.

Mehr Chancengerechtigkeit durch Feedback für alle

„Fiete“ unterstützt auch bei den Hausaufgaben und fördert so Chancengleichheit, indem es Kinder, die zu Hause weniger Unterstützung erhalten, enger begleitet. Zudem sehen Lehrkräfte schon am Vorabend, wer die Aufgaben erledigt hat und welche Schwierigkeiten aufgetreten sind. In der nächsten Unterrichtsstunde können diese dann direkt besprochen werden. Ein weiterer Vorteil ist für Haverkamp, dass auch psychisch belastete oder sehr introvertierte Schülerinnen und Schüler, die ihre Texte nur selten vorlesen würden, ein persönliches Feedback erhalten.

Auch für den Mathematikunterricht geeignet

Neben Deutsch und Englisch beherrscht „Fiete“ noch sechs weitere Sprachen. „Wir haben das Tool extra so konzipiert, dass es für möglichst viele Fächer attraktiv ist. Nach und nach wollen wir weitere Sprachen hinzufügen, sodass wir möglichst allen Schülerinnen und Schülern im Fremdsprachenunterricht und auch in ihrer Muttersprache Feedback anbieten können“, erklärt Haverkamp. Dabei ist der Einsatz nicht auf den Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht beschränkt: Erfahrungsberichte zeigen, dass Lehrkräfte das Tool zum Beispiel auch für Feedback zu mathematischen Argumentationen einsetzen. Auch an den Datenschutz hat das Entwicklerteam gedacht: Für die Nutzung des KI-Tools müssen sich lediglich die Lehrkräfte mit einer E-Mail-Adresse einen eigenen Account anlegen. Personenbezogene Daten von Schülerinnen und Schülern werden nicht gespeichert. Allein die Handschrifterkennung ist unter Datenschützern teilweise umstritten.

Ein Tool von Lehrkräften für Lehrkräfte

In Zukunft möchte Haverkamp den Einsatz und die Funktionen von „Fiete“ ausweiten. Dabei ist ihm das Feedback der Lehrkräfte besonders wichtig. „Fiete.ai ist ja ein Tool von Lehrkräften für Lehrkräfte. Deshalb haben wir von Anfang an auch eine Community aufgebaut, die sich gemeinsam zu Verbesserungen des Tools, nützlichen Features und Erfahrungen aus dem praktischen Gebrauch austauscht“, betont er. Viele Lehrkräfte wünschen sich, dass es noch einfacher wird, Fiete.ai in den Unterricht zu integrieren. „Dafür wäre es denkbar, dass Aufgaben für unser Tool auch in Schulbücher aufgenommen werden. Zudem versuchen wir, Fiete.ai noch interaktiver zu gestalten, sodass die Schülerinnen und Schüler auch konkrete Rückfragen an das Tool stellen können“, erklärt Haverkamp.

Mehr Informationen zu Fiete.ai: https://www.fiete.ai/

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